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Es ist wieder da

Es ist wieder da. Das Sommerloch. Kaum haben die Ferien begonnen sind alle ausgeflogen. Sogar die Bauarbeiter, die mir seit einem Jahr konsequent alle Facetten des Balkan-Pops und Deutschraps nahebringen sitzen jetzt bei Polka und Ćevapčići zuhause. Gestern kam die Ansichtskarte von Vladimir. Und nun ja, das ist seltsam, denn plötzlich ist alles so still. Die letzten paar Monate war Prüfungszeit und ich hatte eigentlich immer etwas zu tun. Doch seit einer Woche habe ich auf einmal 24 stunden Freizeit am Tag und das hinterlässt langsam aber sicher seine Spuren. Ich beginne über Dinge nachzudenken, an die ich normalerweise nicht eine einzige meiner grauen Zellen verschwenden würde. Zum Beispiel, ob es auch lesbische Nice Guys gibt. Oder wie viel ich verdienen könnte, würde  ich meinen Bruder einem gut betuchten Schah als Sklaven verkaufen (42.500$ & ein halbes Kamel). Außerdem verbringe ich ungesund viel Zeit auf Twitter und versuche mich mit 23-Jährigen Typen anzufreunden deren...

Und in der Landschaft ein Plakat

Es war ein wunderschöner Sonntagmorgen. Ich radelte glücklich und zufrieden mit Gott, der Welt und meinen Anstrengungen, dem Hund das Taubenjagen abzugewöhnen nichts ahnend durch meine Heimatstadt, als es mich wie aus heiterem Himmel traf: "Schutzzonen schaffen!" hing da, in aggressivem Rot, als höchst plakatives Plakat an der Laterne vor mir. Ich kam ins schlingern und konnte gerade noch so einer alten Dame ausweichen, woraufhin diese mir empört und erschreckend zielgenau ihren Gehstock hinterherschleuderte. Geschockt trat ich etwas schneller in die Pedale. Oh heilige Einfalt! Wie konnte ich das nur vergessen, die Europawahl stand vor der Tür und jede Partei von NPD bis Magdeburger Gartenpartei versuchte nun, ihre politischen Pamphlete an Männer, Frauen und alles dazwischen zu bringen. Kaum hatte ich ein wenig aufgeatmet, traf es mich erneut "Muschi statt Minarett!", begleitet vom magersten blonden Hintern in der Geschichte des Softporns. Sag mal geht`s noch? We...

Suggie! Sketti's ready!

Auf die frage nach ihrem Vorbild würden manche Menschen vielleicht mit Michelle Obama antworten. Oder mit Bill Gates. Oder mit Eric Harris. (Nicht zu verwechseln mit Neil Harris übrigens. Letzterer is aus How I met your Mother, Ersterer der Typ von Columbine). Meine Antwort wäre, nach kurzem philosophischem Kinnkratzen durch welches ich vorgebe zu überlegen um intelligenter und nachdenklicher zu wirken, ganz klar und ohne Zweifel: Honey BooBoo. Ihr wisst schon. Das kleine fette Redneck-Kind aus „Here comes Honey Boo Boo“. Die, die den ganzen Tag Cheetos frisst und furzt und flucht. Manche finden sie asozial, ich finde sie ist großartig. Tatsächlich möchte ich behaupten, ich habe von ihr erstaunlich viel gelernt. Vermutlich sogar mehr als bei der Lektüre von „Becoming“ (Nach welcher ich übrigens die Schuldgefühle des Todes hatte, nicht mehr aus meinem Leben zu machen) und diese Weisheiten möchte ich jetzt mit euch teilen: Egal wie fett du bist, Mama June ist fetter. Und sie ...